Andreas Bauer Kanabas
CD kaufen Rezensionen CD Trailer

Andreas Bauer Kanabas singt die großen Rollen des seriösen Bassfaches, besonders Verdi- und Wagnerpartien sowie Protagonisten der russischen Opernliteratur. Der große Tonumfang, das weiche Timbre und die Legatokultur seiner voluminösen Stimme machen ihn zu einem Basso cantante mit großer Wandlungsfähigkeit. Seit 2013 gehört er dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo er sich zu einem der weltweit führenden Bässe entwickelt hat.  

Andreas Bauer Kanabas hatte 2025 sein erfolgreiches Debüt bei den Bayreuther Festspielen als König Heinrich (Lohengrin), welchen er zuvor bereits an der Wiener Staatsoper, am New National Theater in Tokio, an der Deutschen Oper Berlin, sowie in Taiwan und an der Oper Frankfurt sang.
Mit dieser Partie wird er 2029 an das ROH Covent Garden nach London zurückkehren. Bei den Bayreuther Festspielen ist er 2026 erneut zu Gast, diesmal als Colonna in Wagners Rienzi, einer Partie, welche ihn 2027 wiederholt an die Semperoper Dresden führen und wo er darüber hinaus als Baron Ochs im Rosenkavalier zu erleben sein wird. (Eine Rolle, die er bereits in Dublin und Garsington sang.)

In der Spielzeit 2024/25 gab er als Daland im Concertgebouw Amsterdam sein Debüt und debütierte an der Deutschen Oper am Rhein in einer Neuproduktion von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk als Boris. Vielbeachtet und hochgelobt wurde ganz besonders sein erster Gurnemanz (Parsifal) an der Oper Frankfurt. 

In der Spielzeit 22/23 debütierte er als Pogner in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg an der Oper Frankfurt und sang diese Rolle auch beim Springfestival in Tokio sowie unter Christian Thieleman an der Semperoper Dresden. Als De Silva in Verdis Ernani  war er zu Gast in Antwerpen und Gent. Als Baron Ochs (Rosenkavalier) debütierte er sehr erfolgreich an der Irish National Opera in Dublin.

Während des Covid19 Shutdowns 2020 hatte Andreas Bauer Kanabas das Privileg, im Teatro Real Madrid die Rolle des Vodnik in Dvoraks Rusalka singen zu dürfen. Einen großen Erfolg hatte er ebenfalls als Rocco (Fidelio) an der Staatsoper Hamburg sowie an der Seite von Jonas Kaufmann in konzertanten Aufführungen im Sommer 2022 in Gstaad und Grafenegg.

Im September 2021 erschien seine vielbeachtete Solo CD Love and Despair  (OhemsClassics) mit Romantischen Bassarien. Im Februar 2023 erschien seine erste, viel gelobte Lieder CD – Franz Schuberts Schwanengesang mit Daniel Heide als Pianist.

Zahlreiche Debüts gab es 2019, darunter Philippe II (Don Carlo, auf Französisch) in Antwerpen und Gent, Padre Guardiano (La forza del destino) an der Oper Frankfurt, Escamillio (Carmen) am Bolschoi in Moskau, Alfonso D’Este (Lucrezia Borgia) in Toulouse, sowie Sarastro (Die Zauberflöte) an der Royal Opera in Covent Garden London.

Die Partie des Sarastro sang Andreas Bauer Kanabas darüber hinaus an der Staatsoper Berlin, an der Komischen Oper Berlin, beim Festival de Perelada, in Paris, Dresden, Budapest, Abu Dhabi, Malmö, Perth, Adelaide, Auckland und in Frankfurt.

Einen überragenden Erfolg hatte Andreas Bauer Kanabas auch bei seinem Kanada-Debüt im Sommer 2019 als Daland (Der fliegende Holländer) beim Festival d’Opera de Québec. Eine Rolle, die ihn zuvor bereits an die Deutsche Oper Berlin sowie an das Auditorio Nacional nach Madrid führte, wo er an der Seite von Sir Bryn Terfel sang.

In Riga sang Andreas 2018 erstmals den Herzog De Silva in Verdis Ernani (unter der Leitung von Daniel Oren). Dort sang er auch den Zaccaria, eine Partie, welche ihn zuvor schon nach Seattle und an die Oper Leipzig führte.

Eine Rolle, die Andreas Bauer Kanabas besonders spektakulär ausfüllt, ist Mephisto in Gounods Faust. 2016 begeisterte er damit das Publikum in einer preisgekrönten, auf arte übertragenen Inszenierung der Lettischen Nationaloper Riga.

Den Eremit/Freischütz sang er in einer Neuproduktion unter der Leitung von Christian Thielemann 2015 an der Semperoper Dresden. Diese Produktion ist auf DVD bei Unitel Classica erhältlich.

Als international gefragter Konzertsänger sang Andreas Bauer Kanabas das Mozart-Requiem an der Mailänder Scala, das Verdi-Requiem am Münchener Gasteig, Schumanns Dramatisches Gedicht Manfred mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern in der Berliner Philharmonie, Schumanns Faust-Szenen in der Tonhalle Düsseldorf und Haydns Die Schöpfung beim Schweizer Verbier Festival und beim Müpa Festival Neujahrskonzert 2026 in Budapest. 

Sein Elias mit dem WDR Sinfonieorchester wurde 2016 live aus der Kölner Philharmonie übertragen, an gleicher Stelle 2019 die konzertante Version von Bártoks Herzog Blaubarts Burg unter Jukka-Pekka Saraste. 2025 wurde Mahlers Achte Sinfonie unter seiner Mitwirkung als Pater Profundus live aus dem Berliner Hangar 4 übertragen, 2026 eine konzertante Elektra (als Orest) unter Alan Gilbert, welche vom NDR live aus der Elbphilharmonie Hamburg übertragen wurde.

Andreas ist als Bass in der Neunten Sinfonie Beethovens in bedeutenden Konzertsälen zu hören, mit Live-Übertragungen u.a. aus der Tokio Suntory Hall, der Osaka Festival Hall, aus dem Leipziger Gewandhaus sowie der Kölner Philharmonie. Unter der Leitung von Marek Janowski sang er in einer Pentatone-Gesamteinspielung aller Beethoven Symphonien den Solo Bass.

Andreas Bauer Kanabas sang unter weltweit namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir Colin Davis, Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Sebastian Weigle, Ivan Fischer, Ádám Fischer, Andris Nelsons, Philippe Jordan, Pier Giorgio Morandi, Gustavo Dudamel und Christian Thielemann.

Andreas studierte Gesang bei Prof. Eugen Rabine in Weimar, später bei Paolo Barbacini in Italien, Robert Lloyd in London und Robert Gonnella in Toulouse.

Als Liedinterpret arbeitet Andreas Bauer Kanabas eng mit dem Pianisten Daniel Heide zusammen. Sein besonderer Dank geht dabei auch an Peter Frank in Weimar, der ihn als Gesangslehrer und Mentor seit über 25 Jahren begleitet.